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Info

50 Jahre Gurtenfestival

Hier findest du alle Infos zu 50 Jahre Gurtenfestival.

Wann findet das Festival statt und wie lange dauert es?

2027 findet das Gurtenfestival vom 14. bis 18. Juli statt. Weil wir ein Jubiläum feiern, kehrt der Gurtenfestival-Sonntag zurück. Euch erwarten also ausnahmsweise fünf Festivaltage.

Kann ich bereits Tickets kaufen?

Im kommenden Herbst startet der Early-Bird-Vorverkauf für die Jubiläumsausgabe. Damit du die Chance auf eines der vergünstigten Early-Bird-Tickets nicht verpasst, kannst du dich bereits jetzt registrieren. So informieren wir dich rechtzeitig über den genauen Verkaufsstart.

 

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Warum 50 Jahre, wenn 2026 doch erst die 43. Ausgabe stattfand?

1977 fand das erste Festival auf dem Gurten statt – im nächsten Sommer ist das genau 50 Jahre her. Damals trug es noch den Namen «Internationales Folk-Festival Bern-Gurten». Im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus das Gurtenfestival, das heute zu den renommiertesten Musikfestivals der Schweiz zählt. Da das Festival erst ab den 1990er-Jahren jährlich stattfand, feiern wir 2027 mit der 44. Ausgabe bereits «50 Jahre Gurtenfestival».

Wer wird am Festival auftreten?

Wir arbeiten mit Hochdruck am Line-up. Auch wenn wir heute noch keine konkreten Namen mit euch teilen können, ist eines schon sicher: Es werden über 100 Acts auftreten – von bekannten Gurten-Held*innen bis hin zu heissen Neuentdeckungen.

Cashless

Automatische Rückerstattung nach dem Festival
  • Das Restguthaben wird innerhalb von 7 Tagen nach Festivalende auf das zuletzt verwendete Zahlungskonto zurücküberwiesen. Bei Kredit- oder PostFinance-Karten kann die Rückerstattung erst auf der Monatsabrechnung erscheinen.
  • Bis spätestens Ende Juli sollte jede Rückbuchung sichtbar sein.
  • Eine Übertragung auf die Karte anderer Personen ist nicht möglich.
  • Bei Problemen: cashless@gurtenfestival.ch.

Nachhaltigkeit

Ein Musik- & Kulturanlass, der weniger Ressourcen verbraucht, als eine Person an einem normalen Tag – ist das möglich? Für das Gurtenfestival 2025 wurde erstmals eine umfassende Klimabilanz über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg erstellt. Sie zeigt: Der Klima-Fussabdruck unserer Besucher*innen ist weniger als halb so hoch ist wie im regulären Alltag. Zentralisierte Versorgung, ÖV-Anreise und optimierte Abläufe tragen dazu bei. Gleichzeitig ist klar: Da geht noch mehr. Die grössten Hebel liegen bei der Verpflegung und der Mobilität der Gäste, weiteres Verbesserungspotenzial besteht beispielsweise in der Versorgungslogistik.

Mit unserer jährlichen Analyse der ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Nachhaltigkeit schaffen wir die Grundlage, um wo immer technisch möglich, weiter zu reduzieren und zusätzlich, wo nötig, zu kompensieren.

Dazu setzt das Gurtenfestival seit vielen Jahren untenstehende Massnahmen um und entwickelt seine Lösungen laufend weiter.

Abfall & Recycling
  • Abfallmenge pro Gast liegt bei nur 1 kg – inklusive Auf- und Abbau.
    Zum Vergleich: Der Schweizer Tagesdurchschnitt liegt bei 1,9 kg
  • Flächendeckend stehen Abfalltrennstationen zur Verfügung, auch im Tal und auf dem Weg zum Gurten.
  • 54 % des Abfalls wird recycelt, der Rest in der KVA Bern (mit einer Effizienz von über 80%) energetisch verwertet.
  • Mehrwegbecher seit 2004 Standard – als eines der ersten Festivals Europas.
  • In der Comfort Zone wird im Glas (Flaschen, Gläser) serviert.
  • Alle Geschirrteile (Becher, Teller, Besteck, PET, Alu) mit Depot.
  • Teller/Schalen aus Zuckerrohr, Besteck aus Stärke (cPLA).
  • Rückgeführtes Geschirr wird in der Energiezentrale Forsthaus thermisch verwertet – erzeugt Strom und Wärme für Bern.
  • Gratis-Sampling auf und neben dem Gelände ist verboten. In Ausnahmefällen und nur bei direktem Nutzen sind Samplings erlaubt (z.B. Cooling Towels).
Verpflegung
  • Mindestens 50 % aller Menüs sind vegetarisch.
  • Ausschliesslich regionale, saisonale Zutaten & Schweizer Fleisch.
  • Nur Fisch aus heimischen Gewässern ist erlaubt; Meeresfrüchte sind ausgeschlossen.
  • Alle Anbieter*innen nutzen das offizielle Mehrwegsystem.
  • Alkoholfreies Bier und Drinks an allen Bars erhältlich.
  • Strom- und Wasserbedarf wird bei uns bestellt, durch uns verwaltet und allenfalls optimiert.
  • Nur lokale Foodstände aus dem Raum Bern auf dem Gurten.
  • Grösster Stand (zwei Standorte) bietet rein vegane Küche – gemeinsam mit Outlawz Food als Pilot für wirtschaftlich umsetzbare vegane Festivalverpflegung.
Anreise
  • 65 % der Gäste reisen mit dem ÖV, 30 % zu Fuss oder per Velo. 5 % nutzen noch Auto oder Motorrad.
  • Gratis Fahrradparkplätze direkt bei der Gurtenbahn.
  • Anreise in den Libero-Zonen 100/101 mit Ticket & Bändel kostenlos.
  • Tram, Moonliner & Shuttles fahren im 24h-Betrieb in Stadt und Region Bern.
  • SBB / BLS bauen das reguläre Zugnetz zu Stosszeiten massiv aus.
Sicherheit & Soziales
  • Care Team & Festival-Hotline ergänzen Sicherheit & Sanität – rund um die Uhr vor Ort.
  • Feel Safe Together Konzept: 5 Grundsätze gegen Diskriminierung: LOVE, CONSENT, UNITY, RESPECT, DIVERSITY
  • Umfassendes Sicherheitskonzept in enger Abstimmung mit Behörden & Fachstellen.
  • Laufende Lageanalysen & Sicherheitsmeetings.
  • Infokanäle (Screens etc.) zu Wetter, Verhalten, Sicherheit etc.
  • Das Festivalgelände ist barrierefrei gestaltet (inkl. barrierefreie Toiletten und Rollstuhltribüne, Begleitung von beeinträchtigten Personen wird bevorzugt behandelt)
  • Faire Arbeitsbedingungen, gesunde und kostenlose Verpflegung für Crew.
  • Keine Gratisarbeit: Jede geleistete Arbeit wird entlöhnt – unabhängig von Funktion oder Hierarchie.
  • Kostenlose Abgabe von Präventions- und Schutzprodukten wie Sonnencreme, Gehörschutz und Kondomen.
  • Sponsoring im Einklang mit unseren Werten: seit 2017 ohne Tabak- und Spirituosen-Sponsoring.
  • Kuratierte Partnerschaften, Aktivitäten & Auftritte für ein stimmiges Festivalerlebnis, kein Trash nur für den Cash.
  • Depotspende mit Wirkung: CHF 2 pro Becher/Geschirr werden an regionale Sozialprojekte gespendet (2025: Verein Glücksbringer / 2024: Verein Takiwatanga / 2023: café révolution / 2022: Pluto Notschlafstelle)
Booking
  • Diversität im Fokus: u.a. möglichst faire Geschlechterverteilung bei den gebuchten Künstler*innen auf den Bühnen.
  • Die Waldbühne ist Schweizer Künstler*innen vorbehalten – zur Förderung nationaler und regionaler Talente.
  • Neue Podcast Bühne als Erweiterung der kulturellen Vielfalt nebst der Musik.
Beschaffung
  • 90% aller eingekauften Güter (Essen, Getränke, usw.) stammen aus der Schweiz – mehrheitlich aus der Region Bern.
  • Einkauf erfolgt nach ökologischen und sozialen Kriterien.
  • Transporte auf und vom Gelände sind stark limitiert und optimiert, auch weil dies die geografischen Gegebenheiten einfordern.
  • Helfer*innen und Anliefernde ohne Waren nutzen ausschliesslich den öffentlichen Verkehr.
  • Mobiliar, Maschinen und Fahrzeuge werden grösstenteils gemietet und mehrfach genutzt, statt gekauft.
  • Unsere Merchandise-Textilien und Crewshirts bestehen aus GOTS-zertifizierter Bio-Baumwolle.
Wasser & Energie
  • Pilotprojekt ab 2025: Alle Generatoren mit HVO betrieben (erneuerbares Pflanzenöl).
  • Einsatz wassersparender Apparate und Geräte auf dem gesamten Gelände.
  • 100% Strom aus erneuerbaren Energien.
  • Eigenes Smart Grid mit Generatoren und Netzstrom, um optimale Netzbelastung zu garantieren und Generatoren einzusparen.
  • Verbraucher wie z.B. Geländebeleuchtung werden zentral gesteuert und bedarfsgerecht ein-/ausgeschaltet.
Wirtschaftlichkeit
  • Rund 30 Mio. CHF direkte und indirekte Wertschöpfung für die Region Bern – beispielsweise durch Arbeitsplätze, Infrastruktur, Mobilität und Hotellerie.
Zukunft

Um unserem Nachhaltigkeitsziel näherzukommen, erfassen und analysieren wir jährlich die relevanten Daten. So erkennen wir, wo wir Ressourcen einsparen, Abläufe verbessern und Emissionen reduzieren können. Weichen die Ergebnisse +/- 10 Prozent vom Vorjahr ab oder stehen grössere Neuerungen an, erstellen wir gemeinsam mit einer externen Fachperson eine detaillierte Klimabilanz – spätestens jedoch alle drei Jahre. Diese zeigt uns, wo wir mit weiteren Massnahmen ansetzen können. In diesem Rahmen nehmen wir zahlreiche weitere Themenfelder detailliert unter die Lupe, wie beispielsweise:

  • den Material- und Energieeinsatz im Auf- und Abbau
  • die Abfallzusammensetzung und Recyclingquote
  • die Logistik auf und rund ums Festivalgelände (Transportwege, Fahrzeugflotten, Lieferfrequenzen, alternative Antriebe, etc.)
  • Klimabilanz der Fremdverpfleger*innen
  • Auswertung aller Sponsoring Aktivierungen
  • Anreise der Artists
  • soziale Standards bei der Crew
  • Weiterentwicklung bei Prävention- und Schutzmassnahmen

und mehr!