History
2026
Edition ❹❸
15 - 18 July 2026

Rekordjahr für das Gurtenfestival – internationale Strahlkraft, über
100'000 Gäste und Blick in die Zukunft
Das Gurtenfestival hat seine Position als wichtiges europäisches Mixed-Genre-Festival
weiter ausgebaut. Zahlreiche internationale Acts schwärmten während der Festivaltage
von Bern, der Aare und dem einzigartigen Festivalgelände. Gleichzeitig verzeichnete die
43. Ausgabe mit 104'750 Gästen einen neuen Rekord – drei von vier Festivaltagen waren
ausverkauft, Gäste aus anderen Kantonen und dem Ausland nahmen erneut zu. Trotz
wechselhaftem Wetter verlief das Festival äusserst ruhig und friedlich.
Lorde, Kraftklub, Loyle Carner: Das sind nur drei von etlichen Künstlerinnen, welche sich einen
Nachmittag an der Berner Aare – laut CNN einer der 20 besten Badeplätze der Welt – gönnten
und auf ihren eigenen Social Media-Kanälen und auch in Interviews mit Medien schwärmten über
das paradiesische Setting des Gurtenfestivals. Audrey Nuna wies das Publikum in einer
Zwischenansprache darauf hin, dass sie noch nie an einem solch schönen Ort aufgetreten sei
und dass eine derartige Aussicht und ein derartiges Festival nie als selbstverständlich genommen
werden können. Insgesamt haben das viertägige Gurtenfestival dieses Jahr 51 Musik-Acts, 82
DJs und 11 Kleinkunst-Acts beehrt, rund zwei Drittel davon lokale Künstler*innen.
Die zunehmend überregionale Ausstrahlung widerspiegelt sich auch in den
Besucher*innenzahlen. Mit insgesamt 104'750 Gästen überschritt das Gurtenfestival erstmals in
seiner Geschichte die 100’000er Marke. Obschon der Donnerstag nicht ausverkauft war,
besuchten am selbigen Tag rund 1000 mehr Menschen das Gurtenfestival als im Vorjahr.
Ausserdem verzeichnete das Gurtenfestival nach dem leichten Rückgang im Vorjahr wieder
deutlich mehr Besucher*innen aus anderen Kantonen (insgesamt ca. 30%), bei den Gästen aus
dem Ausland steigt der Trend weiter an und liegt heuer bei etwas über einem Prozent, wobei mit
Abstand am meisten Tickets in Deutschland, gefolgt von Grossbritannien, USA und Frankreich,
gekauft wurden.
«Die Stimmung am Gurtenfestival war dieses Jahr extrem friedlich und ausgelassen», konstatiert
Festivalleiter Bobby Bähler und fügt an: «Wir hatten im Vergleich zu den Vorjahren rund 25%
weniger gemeldete Fälle beim Care Team, und das, obwohl wir eine zusätzliche Care-Team-
Patrouille auf dem Feld hatten, die pro-aktiv auf Situationen zugegangen ist.»
Auch der Sanitätsdienst registrierte deutlich weniger Vorfälle als in Vorjahren.
Aufgrund der Hitze in den letzten Wochen vor dem Festival hatte die Festivalleitung kurzfristig ein
eigentliches «Hitzekonzept» ausgelöst. Die grosse Hitze blieb jedoch aus, und die zwei grossen
Schneekanonen vor der Hauptbühne, von den Jungfraubahnen freundlicherweise zur Verfügung
gestellt, kamen nicht zum Einsatz. Stattdessen war das Wetter sehr wechselhaft und reichte von
heissen Sonnenstunden über bewölkt-schwüle Phasen bis hin zu Starkregen und einzelnen
Windböen. Vor allem der Donnerstag brachte ein herausforderndes Wettergemenge. Während
des Headliner-Konzerts von Lorde regnete es nahezu ununterbrochen – was aber weder der
Künstlerin noch dem Publikum im Weg stand. Für einige war das wohl ihr «Güsche-Moment».
Erneut zeigte sich eine Veränderung im Anreiseverhalten der Gäste. Immer mehr
Besucher*innen reisen kurzfristig an, die Anreise der Gäste konzentriert sich auf die Zeit
zwischen 17.00 und 19.00 Uhr. Der zweite Fussweg via Blinzern bewährte sich dabei erneut und
trug wesentlich dazu bei, die Publikumsspitzen gleichmässiger zu verteilen und den Hauptzugang
in Wabern zu entlasten. Über die vier Festivaltage wählten rund 16'000 Personen den Zugang
über die Blinzern.
Für abschliessende Aussagen zu den Auswirkungen der neuen Getränke- und Depotregelungen
ist es noch zu früh. Die Festivalleitung wartet bei diesen Themen mit Spannung auf die
Auswertung der jährlichen Umfrage unter den Besucher*innen, an der jeweils rund 6'000
Personen teilnehmen. Fest steht, dass sich der Trend zu alkoholfreien Getränken fortsetzt.
Auch die diesjährige Depotspendenaktion zugunsten der Organisation Brava verlief erfolgreich.
Die Organisation berichtet von zahlreichen wertvollen Gesprächen mit Festivalbesucher*innen
sowie grossem Wohlwollen und Interesse an ihrer Arbeit.
Mit der Ausgabe 2027 beginnt für das Gurtenfestival ein neuer Abschnitt. Das Festival feiert seine
50-jährige Geschichte und erweitert das Festival aus diesem Anlass auf fünf Tage.
Damit kehrt nach Jahren der «Güsche-Sunnti» zurück. Das Jubiläum versteht die Festivalleitung
als Startpunkt für die Zukunft. Bereits heute arbeitet das Gurtenfestival mit einem
Entwicklungshorizont bis 2032. Ziel ist es, sich in einer zunehmend anspruchsvollen
Festivallandschaft langfristig zu behaupten und sich zur Qualitätsführerin unter den europäischen
Mixed-Genre-Festivals zu entwickeln. Dazu gehören Investitionen in die Nachwuchsförderung,
die Weiterentwicklung des Festivalerlebnisses sowie der Ausbau der sozialen, ökologischen und
ökonomischen Nachhaltigkeit.
Die Arbeiten für die Jubiläumsausgabe haben schon im Frühling dieses Jahres begonnen. Zwei
Headliner sind bereits definitiv verpflichtet. Auch der musikalischen Geschichte soll Tribut gezollt
werden. Mehr verrät die Festivalleitung gegen Ende Jahr.
Das nächste Gurtenfestival findet vom 14. bis 18. Juli 2027 statt.