«Hölzli Buebe»

Christian Dudan im Chalet zum Artist Backstage.

Sie kommen gut zwei Wochen vor Festivalstart auf den Gurten und legen wortwörtlich den Boden für so manches «Bauwerk» auf dem Festivalgelände. Ihr bevorzugtes Baumaterial ist Holz, ihre Werkzeuge sind Motorsäge und Hammer. Die «Hölzli Buebe» sind die Zimmermänner am Gurtenfestival. Und ohne sie würde so manches schräg am Berg stehen. Christian Dudan ist seit 2004 einer von ihnen.

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Seine Arbeit auf dem Gurten beginnt jeweils zwei Wochen vor Festivalstart. «Zuerst bauen wir den Boden für das Backstage-Cateringzelt». Denn gutes Essen darf im Backstage nicht fehlen. Danach entstehen in zwei Wochen unzählige Holzböden für Food-Stände, Zelte oder Sponsoren-Auftritte. «Das Gurtenfestival-Gelände ist sehr hügelig und damit alles gerade steht, bauen wir zahlreiche Plattformen.» Damit die Holz-Crew nicht in Zelten übernachten muss, bauen sie sich standesgemäss ein Holzhaus mit Terrasse, Bar und Schlafzimmer. «Während der Festivaltage ist das unser eigener kleiner Festbereich, für uns findet das Gurtenfestival Backstage statt».

Für mich sind es die Leute, die Crew, die das Festival ausmachen. Wir sind wie eine Familie und freuen uns jedes Jahr aufs Wiedersehen.

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Eine ganz spezielle Herausforderung war in diesem Jahr der Eingangsbereich zum Artist Backstage. «Wir bekamen ein Foto eines Holzchalets und die Aufgabe ein solches zu bauen. In zwei Wochen haben wir nun den Eingang, durch den alle Künstler gehen, in ein typisches Schweizer Chalet verwandelt mit allem was dazu gehört.» Sogar die Geranien und die rot karierten Vorhänge sind montiert. Die Künstler sind begeistert von so viel Swissness.

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Wenn am Sonntagabend auf der Waldbühne die letzte Band spielt und die Besucher langsam das Gelände verlassen, dann beginnt für Christian Dudan und seine Crew der zweite Festivalteil, der Abbau. «Kurz nachdem das Gelände leer ist, fangen wir mit dem zweiwöchigen Abbau an.» Dass nach vier Wochen Gurtenfestival auch bei Christian Dudan einmal die Batterien leer sind, ist verständlich. «Jedes Mal nach dem Festival sage ich mir, das war das letzte Jahr. Dann kommt im nächsten Jahr wieder die Anfrage und ich kann irgendwie nicht anders, als zusagen.» Zum Glück, denn ohne die zahlreichen Helfer im Hintergrund wie Christian käme das Gurtenfestival in «Schräglage».

 

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